Archive for Oktober, 2008

Schwarzmalerei betreiben

Samstag, Oktober 25th, 2008

Es ist sicher jedem von uns schon mal die Situation untergekommen, dass man etwas machen muss und einfach nicht drumherumkommt, z.B. die halbjährliche Kontrolle beim Zahnarzt, verwandschaftliche Treffen oder auch Meetings im Arbeitsalltag. Es nervt uns schon vorher. Wir haben keine Lust darauf, diese Situationen sind eh wie immer mies, machen keinen Spaß, stehlen uns Zeit und machen sowieso und überhaupt uns nur das Leben schwer. Wir sehen auf uns nur eine großes schwarzes Loch zukommen und leiden dabei kräftig.  So nebenbei, unsere Umwelt leidet dabei auch kräftig mit, dafür sag ich gleich mal sorry. Und dann ist es soweit, wir stecken mitten in der Situation fest. Sie ist einfach nähergerückt und wir konnten nicht rechtzeitig fliehen. Nicht, dass wir das nicht versucht hätten. Aber auf einmal…es ist gar nicht so schlimm. Die Zeit verrinnt, die Situation geht vorbei und wir haben es geschafft und dabei nicht mal Blessuren davon getragen. Also zumindest keine, die wir nicht durch Shopping, Computerspielen oder Parties wieder heilen könnten. Und uns gehts gut!

Also, was lernen wir daraus? Manchmal, aber nur manchmal ist es ganz gut, etwas Schwarzmalerei zu betreiben. Dadurch werden einige Situationen einfacher ertragbar und wir gehen gestärkt daraus hervor. Vielleicht auch mit dem Gefühl, das nächste Mal wirds gar nicht so schlimm!

Non-verbale Kommunikation

Sonntag, Oktober 19th, 2008

Man stelle sich bitte folgende Situation vor:

Eine Person geht aus diversen Gründen einmal alleine und nicht mit ihren Lieblingskollegen zur Mittagspause. Da sie in der Arbeit noch einiges zu erledigen hat, denkt sie, heute kann es auch mal schneller gehen als sonst, also ab in einen Fast-Food-Tempel. Da alleine essen immer so öde ist, holt sie sich den Zuspruch diesmal nicht von Mitmenschen, sondern aus einer Zeitschrift. Mit der Zeitschrift unter dem Arm und dem Tablett in der Hand, stellt sie erschrocken fest, dass sie nicht die einzige aus ihrer Firma ist, die diese geniale Essens-Idee hatte. Oh Schreck, ein weiterer Mitarbeiter, gehört nicht zur Riege der Lieblingskollegen, reiht sich in der Schlange ein. Ein knappes Hallo und ab in das letzte Eck, das die Essens-Location zu bieten hat. Den kleinsten Tisch ausgewählt, Jacke und Tasche strategisch so platziert, dass kein Zweiter Platz hätte. Zeitschrift aufgeschlagen, demonstrativ vors Gesicht gehalten und angefangen zu Essen.

Und was passiert…Genau, jeder einigermaßen emphatische Mitbürger würde vermuten NICHTS. Die Person isst fertig, erfreut sich an der Lektüre und geht wieder retour zur Arbeit. Aber, das war hier natürlich nicht der Fall.

Die Situation entwickelt sich:

Mitten im spannendsten Teil (Brangelina ziehen nach Berlin!) die Stimme aus dem Off. “Darf ich mich zu Ihnen setzen?” Soll man ehrlich antworten oder höflich sein? Man entscheidet sich für höflich sein und hat den Scherben auf. Erstens erfährt man jetzt nicht mehr, wie sich die Wohnsituation von Hollywoods Traumpaar entwickelt (vielleicht muss man ja schnell handeln und auch nach Berlin ziehen) und zweitens darf man die Unterhaltung alleine bestreiten, weil der Kollege ein Kommunikationsautist ist. Ganz toll…

Liebe Mitmenschen, wenn eine Person sich eine Art Schutzwall um ihr Essensterrain baut und zusätzlich ihre Nase in einer Zeitschrift versteckt, seid doch so nett und fühlt euch nicht bemüßigt, sie dabei zu stören. Sie will euch damit was sagen: Ihr gehts gut, sie will nur ihre Ruhe haben!

Willkommen!

Sonntag, Oktober 19th, 2008

So, jetzt ist es soweit. Nun reihe ich mich in die Blogger-Szene ein. Dieser Blog wird sich sehr wahrscheinlich mit den vielen Wichtigkeiten und Widrigkeiten des alltäglichen Lebens beschäftigen. Außer mir fällt noch was anderes ein…

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